Lead – Was ist ein Lead im Marketing und Vertrieb?

Ein Lead ist im Marketing und Vertrieb eine identifizierbare Person oder ein Unternehmen, das Interesse an einem Produkt, einer Dienstleistung oder einem Angebot gezeigt hat und dessen Kontaktdaten vorliegen.

Ein Lead stellt damit einen potenziellen Kunden dar – also jemanden, der sich vom anonymen Website-Besucher zu einem konkreten Kontakt entwickelt hat.

Leads sind die Grundlage moderner Vertriebs- und Marketingprozesse. Ohne Leads gibt es keine Angebotsgespräche, keine Verkaufsgespräche und letztlich keinen Umsatz.

1. Definition: Was ist ein Lead?

Ein Lead entsteht, wenn eine Person mit einem Medium des Unternehmens interagiert und eins der folgenden Punkte somit erfüllt:

  • ein Formular ausfüllt

  • sich für einen Newsletter anmeldet

  • ein Whitepaper herunterlädt

  • ein Kontaktformular nutzt

  • eine Demo anfragt

  • sich für ein Webinar registriert

  • einen Rückruf anfordert

  • auf eine Anzeige reagiert

  • aktiv per E-Mail oder Telefon Kontakt aufnimmt

Bei all diesen Optionen dreht sich das Ziel um ein und das selbe! Die Kontaktdaten des potentiellen Intressenten.  Sobald Kontaktdaten wie Name, E-Mail oder Telefonnummer vorliegen, spricht man von einem Lead. Dieser kann dann in weiteren Verfahren vom Vertriebsteam bearbeitet werden.

2. Alternative Bezeichnungen für einen Lead

Im Marketing und Vertrieb existieren zahlreiche alternative Begriffe, welche wir im Nachgang aufzeigen:

Begriff Bedeutung
Interessent Person mit erkennbarem Interesse
Kontakt Allgemeine Bezeichnung für gespeicherte Kontaktdaten
Prospect Verkaufsnaher, potenzieller Kunde
Opportunity Konkrete Verkaufschance
Inquiry Anfrage
Kontaktanfrage Direkte Nachfrage
Conversion Erfolgreiche Umwandlung vom Besucher zum Kontakt
Sales Lead Vertriebsrelevanter Lead
Marketing Lead Vom Marketing generierter Kontakt
B2B-Kontakt Geschäftlicher Lead
MQL (Marketing Qualified Lead) Marketing-vorqualifizierter Lead
SQL (Sales Qualified Lead) Vertriebsqualifizierter Lead

Je nach Unternehmensstruktur und Branche werden diese Begriffe unterschiedlich verwendet.

3. Arten von Leads

Nicht jeder Lead ist gleich wertvoll. Leads unterscheiden sich nach Qualität und Reifegrad.

Lead-Typ Beschreibung
Cold Lead Kaum Interaktion, nur minimale Daten
Warm Lead Zeigt mehrfaches Interesse
Hot Lead Hohe Kaufbereitschaft
MQL Vom Marketing qualifiziert
SQL Vom Vertrieb als kaufbereit eingestuft
B2B-Lead Geschäftskunde
B2C-Lead Privatkunde

Die Einordnung erfolgt häufig über Lead Scoring, also eine Bewertung anhand bestimmter Kriterien (z. B. Klickverhalten, Unternehmensgröße, Budget).

4. Inbound-Leads

Inbound-Leads entstehen, wenn Interessenten von selbst auf ein Unternehmen aufmerksam werden. Sprich Sie sind auf Grund von diversen Marketingmaßnahmen und Präsenzen auf das Unternehmen aufmerksam geworden und suchen selbstständig nach der Firma/Marke (Brand) oder gezielt nach einer Dienstleistung, welche von dieser Firma angeboten wird. Nachstehend führen wir die gängisten Wege im Online-Marketing auf, um neue Kunden zu generieren.

Typische Kanäle:

  1. Suchmaschinen (SEO)

  2. Content Marketing

  3. Social Media

  4. Blogartikel

  5. Whitepaper

  6. Webinare

  7. Newsletter

  8. Landingpages

  9. Online-Anzeigen

Beispiel:
Ein Nutzer googelt „Shopware Agentur Würzburg“, landet auf unserer Seite und füllt das Kontaktformular aus → Inbound-Lead.

Vorteile von Inbound:

  • Höhere Qualität
  • Bessere Kaufabsicht
  • Geringere Ablehnung
  • Nachhaltige Markenbildung

Inbound-Leads sind meist langfristig wertvoller, da die Kunden mit einer gewissen Einstellung und Überzeugung zu Ihnen und Ihren Angeboten gekommen ist.

5. Outbound-Leads

Outbound-Leads entstehen durch aktive Ansprache seitens des Unternehmens. Sprich das Unternehmen baut sich vorab eine potentielle Zielkundenliste auf und geht diese Liste pro aktiv durch diverse Marketing-Maßnahmen an.

Typische Outbound Maßnahmen:

  • Kaltakquise per Telefon

  • E-Mail-Kampagnen

  • LinkedIn-Nachrichten

  • Direktmailings

  • Messekontakte

  • Werbung ohne explizite Suchintention

Beispiel:
Ein Vertriebsmitarbeiter schreibt gezielt IT-Unternehmen an → Outbound-Lead.

Vorteile von Outbound:

  • Schnelle Reichweite

  • gezielte Zielgruppenansprache

  • aktiver Marktaufbau

Nachteile:

  • Höhere Ablehnungsquote

  • Geringere Vorqualifizierung

6. Outreach im Lead-Management

Outreach beschreibt die gezielte Kontaktaufnahme mit potenziellen Kunden oder Partnern.

Outreach kann sowohl:

  • Outbound-getrieben sein (aktive Ansprache)

  • als auch Inbound-unterstützend (Nachfassen nach Interaktion)

Beispiele für Outreach:

  • Follow-up-E-Mails

  • LinkedIn-Nachrichten

  • Nachtelefonieren nach Download

  • Kooperationen mit Multiplikatoren

Outreach ist besonders im B2B-Bereich essenziell.

7. Leadgenerierung – Wie entstehen Leads?

Leadgenerierung (Lead Generation) umfasst alle Maßnahmen, die darauf abzielen, neue Kontakte zu gewinnen.

Typische Methoden:

  • Landingpages mit Formular

  • Content-Downloads

  • Freebies

  • Newsletter

  • Quizze

  • Gewinnspiele

  • Social Media Kampagnen

  • Performance Ads

  • SEO

  • Webinare

  • Events

Die Qualität eines Leads hängt stark von der Strategie ab.

8. Lead Scoring und Qualifizierung

Nicht jeder Lead ist sofort kaufbereit. Deshalb wird bewertet:

  • Hat der Lead mehrfach interagiert?

  • Stammt er aus der Zielbranche?

  • Hat er Budgetverantwortung?

  • Wie hoch ist die Unternehmensgröße?

  • Welche Inhalte wurden konsumiert?

Tools wie CRM-Systeme oder Marketing-Automation-Plattformen übernehmen diese Bewertung automatisch.

9. Bedeutung von Leads für Unternehmen

Leads sind der Startpunkt jeder Umsatzkette.

Ohne Lead:

  • kein Angebot

  • kein Verkaufsgespräch

  • kein Umsatz

  • kein Wachstum

Unternehmen investieren daher stark in:

  • Lead Funnels

  • Lead Magneten

  • Landingpages

  • Tracking

  • CRM-Systeme

  • Performance Marketing

Die Qualität der Leads entscheidet über den Vertriebserfolg.

10. Typische Fehler im Lead-Management

  • Keine klare Definition von MQL & SQL

  • Keine Nachverfolgung

  • Fehlende Leadpflege (Lead Nurturing)

  • Zu aggressive Ansprache

  • Unklare Datenschutzprozesse

  • Fehlende CRM-Struktur

Professionelles Lead-Management erfordert klare Prozesse.

11. Fazit

Ein Lead ist mehr als nur eine E-Mail-Adresse – er ist der erste konkrete Schritt vom Interessenten zum Kunden.

Je nach Strategie unterscheidet man:

  • Inbound-Leads

  • Outbound-Leads

  • Marketing Qualified Leads (MQL)

  • Sales Qualified Leads (SQL)

Ein erfolgreiches Unternehmen benötigt:

  • klare Leaddefinitionen

  • strukturierte Leadprozesse

  • CRM-Unterstützung

  • Marketing- und Vertriebsabstimmung

Leads sind der Treibstoff moderner Vertriebsorganisationen.